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OpenAI-kompatible Schnittstelle mit tiefgehender Unterstützung für Claude Thinking, Caching und Beta-Features
Wir haben die OpenAI-kompatible Schnittstelle mit tiefergehenden Optimierungen speziell für die Modelle der Claude-Serie aktualisiert. Sie können nun Thinking und Caching präziser und komfortabler steuern – insbesondere Interleaved Thinking in Multi-Turn-Konversationen, das wir nutzerfreundlicher gestaltet haben, sodass eine nahtlose Integration ohne zusätzliche Parameter möglich ist. Außerdem werden die von Anthropic angebotenen Beta-Features unterstützt.

1. Modell-Thinking (Extended Thinking)

1.1 Vorteile von Interleaved Thinking

Ohne Interleaved Thinking führt das Modell den Denkprozess nur einmal am Anfang eines Assistant-Turns aus; nachfolgende Antworten werden direkt nach dem Erhalt von Tool-Ergebnissen erzeugt, ohne neue Thinking-Blöcke zu produzieren:
Mit aktiviertem Interleaved Thinking fügt das Modell jedes Mal, wenn es ein Tool-Ergebnis erhält, einen neuen Thinking-Block ein und bildet so eine Argumentationskette:
So kann das Modell:
  • Auf Basis von Tool-Ergebnissen sekundäres Reasoning durchführen, statt nur Ausgaben aneinanderzureihen.
  • Reasoning über mehrere Tool-Aufrufe hinweg verknüpfen, wobei jede Entscheidung auf der Analyse des vorherigen Schritts basiert.
Referenz: Anthropic Interleaved Thinking

1.2 Thinking aktivieren

Sie können Thinking auf vier Wegen aktivieren – wählen Sie einen davon:
Priorität (bei mehreren Methoden): reasoning_effort > reasoning.max_tokens > reasoning.effort > -think-Suffix
Mögliche Werte für effort: minimal / low / medium / high / xhigh

1.3 Thinking-Rückgabe

Die Antwort enthält zwei neue Felder:
  • reasoning_content: Thinking-Inhalt (String) zur einfachen Anzeige.
  • reasoning_details: Vollständige strukturierte Thinking-Informationen, die bei Multi-Turn-Konversationen unverändert zurückgegeben werden müssen; die interne Struktur kann sich je nach Anbieter unterscheiden.
Beispiel (non-streaming, irrelevante Felder ausgelassen):
Bei Streaming-Antworten werden Thinking-Inhalte in Chunks über delta.reasoning_content und delta.reasoning_details gesendet. Die komplette Streaming-Konkatenationslogik finden Sie im Beispiel unten.

1.4 Thinking in Multi-Turn-Konversationen erhalten (Interleaved Thinking ist integriert, keine zusätzlichen Parameter nötig)

Damit das Modell sein Reasoning in Multi-Turn-Konversationen fortsetzen kann, fügen Sie die zurückgegebenen reasoning_details unverändert in die Assistant-Nachricht der nächsten Runde ein:
AihubMix aktiviert Interleaved Thinking automatisch, sobald historische Thinking-Informationen im Request erkannt werden, sodass das Modell nach Tool-Aufrufen tiefgehendes Reasoning fortsetzen kann – ohne zusätzliche Parameter.

1.5 Vollständiges Beispiel

Die folgenden beiden Beispiele demonstrieren den vollständigen Multi-Turn-Tool-Call- + Interleaved-Thinking-Ablauf: Benutzeranfrage → Modell denkt und ruft Tool auf → Tool-Ergebnisse injizieren (mit erhaltenem reasoning_details) → Modell interleaved thinking liefert finale Antwort. Non-Streaming · Interleaved Thinking
Streaming · Interleaved Thinking

1.6 Mapping-Regeln für die Thinking-Intensität

Effort-Modus:
  • Opus 4.6 / Sonnet 4.6 und neuer: Mapping auf Anthropics native Adaptive-Thinking-Effort-Stufe.
  • Andere Modelle: Berechnung über die Formel für budget_tokens:
Adaptive-Thinking-Effort-Mapping: max_tokens-Modus: Wird direkt als Anthropics budget_tokens zugewiesen. -think-Suffix: Opus/Sonnet 4.6+ nutzen Adaptive Thinking (effort=medium); andere Modelle setzen budget_tokens = min(10240, max_tokens - 1) mit einem Default-max_tokens von 4096.

2. Prompt Caching

Sie können Prompt Caching bei Aufrufen an das Claude-Modell über die Chat-Schnittstelle nutzen. Indem Sie cache_control-Breakpoints in Nachrichten setzen, lassen sich große Textblöcke (z. B. Rollenkarten, RAG-Daten, Buchkapitel) zur Wiederverwendung cachen, sodass nachfolgende Requests direkt Cache-Hits erzielen und Kosten deutlich senken.
Offizielle Claude-Dokumentation: Prompt Caching

2.1 Caching-Kosten

2.2 Unterstützte Modelle und Mindest-Cache-Länge

Breakpoint-Limit: Maximal 4 cache_control-Breakpoints pro Request.

2.3 Cache-TTL

Die Write-Kosten für 1-Stunden-TTL sind höher, sparen aber bei langen Sessions Gesamtkosten durch weniger Cache-Writes. Alle Modelle ab Claude 4.5 und neuer von allen Anbietern (einschließlich Anthropic, Amazon Bedrock, Google Vertex AI) unterstützen 1-Stunden-TTL.

2.4 Verwendung

Sie können Cache-Breakpoints über das cache_control-Feld in system, user (inkl. Bildern) und tools setzen. Die Beispiele zeigen nur die wesentliche Struktur und lassen große Textblöcke weg. System-Message-Caching (Standard 5-Minuten-TTL):
User-Message-Caching (1-Stunden-TTL):
Bild-Message-Caching:
Tool-Definitions-Caching: cache_control wird auf der obersten Ebene des Tool-Objekts platziert (auf gleicher Ebene wie type und function):

2.5 Cache-Status einsehen

Die usage-Antwort liefert claude_cache_tokens_details mit detaillierten Cache-Informationen: Erste Anfrage (Cache wird angelegt):
Folgeanfragen (Cache-Hit):

3. Request-Header für anthropic-beta

Sie können Beta-Features des Claude-Modells über den HTTP-Header anthropic-beta aktivieren; AihubMix reicht diesen an die Anthropic-API weiter.

Verwendung

Fügen Sie anthropic-beta zum Request-Header hinzu, mit dem Wert der entsprechenden Beta-Feature-Kennung:
Konkret verfügbare Beta-Kennungen finden Sie in der Anthropic-API-Dokumentation.

Zuletzt aktualisiert: 2026-06-01